Oberlinhaus  |  Neuigkeit

Für Haltung und einen Auftrag, der bleibt

Am 1. Juni 2026 jährt sich der Todestag von Johann Friedrich Oberlin zum 200. Mal. Als Namensgeber unseres Oberlinhaus prägt er unseren diakonischen Auftrag bis heute: Menschen bilden, begleiten und behandeln – aus christlicher Verantwortung.

Oberlin war Visionär, Theologe, Pädagoge und Sozialreformer. Bereits 1769 gründete er im elsässischen Waldersbach eine der ersten Kleinkinderschulen. Er förderte Bildung, Teilhabe und berufliche Entwicklung – auch für Kinder und für Frauen.

Auf unserem Muttergelände in Potsdam-Babelsberg ehren wir heute einen weiteren großen Wegbereiter der Diakonie: Pastor Theodor Fliedner. Gemeinsam mit seiner ersten Frau Friederike gründete er 1836 in Kaiserswerth (Düsseldorf) das erste Diakonissen-Mutterhaus der Welt – und legte damit einen Grundstein für professionelle Krankenpflege und organisierte soziale Fürsorge. (Bild v.r.n.l.: Matthias Fichtmüller, theol. Vorstand, Diakonisse Schwester Birgit, Thomas Neubauer, kaufm. Vorstand)

Oberlin und Fliedner stehen für eine Haltung, die unser Handeln bis heute trägt: Soziale Arbeit ist kein Randthema. Sie ist ein hohes Gut. Sie ermöglicht Teilhabe aller Menschen und wahrt die Menschenwürde.

Gerade in einer Zeit, in der soziale Arbeit vielerorts unter Druck steht, erinnern uns diese christlichen Sozialreformer daran: Menschlichkeit braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Dass ihre Namen auch auf den Kirchenglocken der Oberlinkirche geprägt sind – Martin Luther, Johann Friedrich Oberlin und Theodor Fliedner – ist für uns mehr als historische Erinnerung. Es ist ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft.